Für: ST. VEITER, Ausgabe 16-2010
Schräge Sozial-Aktion: Im Tattoo-Studio „Mosquito“ in St. Veit wird für den guten Zweck tätowiert. Spendern wird ein eigens entworfenes Logo gestochen.
Jeder hat noch die gelben Livestrong-Armbänder aus Gummi in Erinnerung, mit denen man auf Initiative von Rad-Star Lance Armstrong Krebskranke unterstützen konnte. Spender zeigten ihre soziale Ader nach außen hin; Wohltätig zu sein und/oder das gelbe Armband zu tragen, war plötzlich in. Eine ähnliche Aktion planen nun Angelika und Rudi Mang vom Tattoo-Studio „Mosquito“ in der St. Veiter Kirchgasse. Nur: Einfach abstreifen kann man ihr Kennzeichen für eine geleistete Spende nicht – sie setzen ihren Klienten nämlich für den guten Zweck die Tattoo-Nadel an.
Helfende Hände. „Es gibt Tattoo-Studios, die widmen sich einen Tag lang dem guten Zweck und spenden ihre Einnahmen, die sie an diesem Tag machen. Doch wir wollten etwas schaffen, das wir das ganze Jahr über anbieten können“, erklärt Angelika Mang. Und so entwarfen sie und ihr Mann ein etwa vier Zentimeter großes Logo, das einer Hand nachempfunden ist – einer „helfenden Hand“. Das Tattoo kostet 80 Euro, davon werden 40 Euro gespendet, der Rest geht für den Materialeinsatz drauf. „Derzeit kann man sich für eine von drei Farben entscheiden. Wir haben eine Hand in den Kärntner Landesfarben gestaltet, eine ist in Rot-Weiß-Rot gehalten und die dritte Hand erinnert an die Form von Afrika“, sagt Rudi Mang. Damit gibt der Träger des Tattoos auch gleich ein Statement ab, wo der von ihm gespendete Betrag zum Einsatz kommt: In Kärnten, im Bundesgebiet oder bei einem internationalen Projekt.
Tattoos mit Sinn. So viel zur Idee. Doch gibt es tatsächlich Leute, die sich tätowieren lassen um Geld spenden zu können? Mang nickt überzeugt. „Ja, auf jeden Fall. Wir haben diese Aktion noch nicht der Öffentlichkeit präsentiert sondern nur mit Freunden und Kunden darüber gesprochen. Und die waren absolut begeistert davon“, sagt Angelika Mang. Seine Frau kann es sich sogar vorstellen, dass diese Aktion bei manchen Leuten dazu führen kann, dass sie sich
ihr erstes Tattoo stechen lassen. „Viele würden sich ja gerne tätowieren lassen, wissen aber nicht, für welches Motiv sie sich entscheiden sollen. Oder sie haben Bedenken, was die Sinnhaftigkeit einer Tätowierung angeht. Mit dem Gedanken, jetzt etwas für einen guten Zweck getan zu haben, wäre dieser Sinn gegeben“, sagt sie.
Gegen Vorurteile. Mit der Aktion „Helfende Hände“ wollen sie auch für mehr Toleranz gegenüber tätowierten Menschen werben. Denn obwohl Tattoos schon seit einiger Zeit salonfähig geworden sind und Tattoo-Studios sich über eine stetig wachsende Kundenschar freuen können, halten sich dennoch Vorurteile. „Wir möchten eine Brücke schaffen zwischen Gegnern und Befürwortern. Denn bei dieser Aktion geht es nicht um die Tätowierung an sich, sondern um die Menschen, die von den Spenden profitieren“, sagt Rudi Mang.
Transparenz. Dafür, dass das gespendete Geld auch an die richtigen Einrichtungen kommt, sorgen die Tätowierer selbst – ohne Verwaltungskosten. „Transparenz wird bei uns großgeschrieben. Wir werden in der Öffentlichkeit präsentieren, was mit jedem einzelnen Euro, der für diese Aktion eingenommen wird, passiert ist“, sagt Angelika Mang. Die beiden würden sich auch darüber freuen, wenn sich andere Tattoo-Studios ihrer Aktion anschließen würden – und die „Helfenden Hände“ zumindest einmal in Österreich ähnlichen Kultstatus erreichen, wie einst die Livestrong-Armbänder.


Jedermann giftelt und fährt einen Porsche. Die Buhlschaft ist über und über tätowiert. Die Tischrunde ist eine zugedröhnte Seitenblicke-Schreckensgesellschaft – und der Teufel höchstpersönlich sehr amüsant. Der St. Georgener Jedermann feierte Premiere.









eingeschmolzen – bis ins Jahr 1972. Man hatte die Turmuhr schon aufgegeben – doch ich habe mir einige Uhrwerke angeschaut und versucht, die Uhr in meiner Heimatgemeinde zu reparieren“, sagt Albin Magnet während er in einen Bereich führt, der für die Dombesucher nie zugänglich ist: Hinauf auf den Turm. Mit sicheren Schritten bewältigt er die steile Holzstiege – „ich schätze, diese Stiege bin ich schon tausend Mal hinauf und hinab gegangen.“ Damit begonnen hat er damals, als es sein Ziel war, das uralte Uhrwerk aus dem Jahr 1650 zu reparieren.
Der lange Stundenzeiger. Sozusagen ein Stockwerk über dem Uhrwerk hängen die Glocken des Doms. Während die Hemma-Glocke wie erwähnt zu jeder vollen Stunde schlägt, ist die Glocke „Augustin“ jede Viertelstunde zu hören. Über der Glockenstube ist die Uhr des Doms angebracht. Auffällig ist, dass die Stunden mit dem großen und die Minuten mit dem kleinen Zeiger angezeigt werden. „Früher war es einfach wichtig, dass die Leute schon von weitem sehen konnten, wie spät es ungefähr ist. Die Minuten waren damals noch nicht wichtig, Fahrpläne gab es ja keine“, lacht Magnet. Doch neben den „verkehrten“ Zeigern kann die Uhr am Gurker Dom mit einem weiteren Kuriosum aufwarten: An warmen Tagen läuft die Uhr schneller, da sich das drei Meter lange Pendel der Uhr bei hohen Temperaturen ausdehnt.
wie man Berichte schneidet, für den ORF und auch für Premiere berichtete ich von verschiedenen Sport-Events, wie Fußballspielen oder Schirennen“, sagt Sacherer. Mit dem Schritt in die Selbstständigkeit kamen nach und nach große Aufträge dazu, wie zum Beispiel die ersten internationalen Filmarbeiten im Jahr 2003: „Damals begleitete ich als einziger Kameramann die Beachvolleyball-Welttour“, erzählt der St. Georgener.
Winter dürften übrigens kanadische Exponate dazukommen: Sacherer ist bei den olympischen Spielen in Vancouver als ORF-Kameramann bei den Alpinbewerben am Werk.