Für: ST. VEITER, Ausgabe 19-2009
Albin Magnet aus Gurk reparierte vor mehr als 30 Jahren das Uhrwerk der Uhr am Gurker Dom. Dem ST. VEITER gibt er zur Zeitumstellung einen Einblick in die Welt aus Zahnrädern, Gewichten und Glocken.
Die Uhr am Gurker Dom stand 57 Jahre lang still. „Vom ersten Weltkrieg an – damals wurden auch die Glocken
eingeschmolzen – bis ins Jahr 1972. Man hatte die Turmuhr schon aufgegeben – doch ich habe mir einige Uhrwerke angeschaut und versucht, die Uhr in meiner Heimatgemeinde zu reparieren“, sagt Albin Magnet während er in einen Bereich führt, der für die Dombesucher nie zugänglich ist: Hinauf auf den Turm. Mit sicheren Schritten bewältigt er die steile Holzstiege – „ich schätze, diese Stiege bin ich schon tausend Mal hinauf und hinab gegangen.“ Damit begonnen hat er damals, als es sein Ziel war, das uralte Uhrwerk aus dem Jahr 1650 zu reparieren.
Technisch versiert. „Zu Beginn gab es einige Schwierigkeiten, zuerst muss man den gesamten, jahrhunderte alten Mechanismus verstehen. Schließlich habe ich auch den Heiligen Geist um Hilfe bei dieser Aufgabe gebeten“, erzählt Magnet. Und der Heilige Geist scheint technisch höchst versiert zu sein, denn einigen spontanen Eingebungen von Magnet ist es zu verdanken, dass das Uhrwerk noch heute läuft. Mit immerhin 359 Jahren am Buckel, oder besser gesagt am Zahnrad.
Im Uhrwerk. Immer höher führt Magnet in den Turm hinauf, bis etwas unterhalb der Glocken ein Holzverschlag erreicht ist, aus dem ein lautes Ticken ertönt. Mit der Hand schraubt Magnet eine Glühbirne in die Fassung und erklärt den Mechanismus des Uhrwerks, das aus uralten, aber gut geölten Zahnrädern, Rollen und Eisenteilen besteht. „Die Hauptteile des Uhrwerks sind drei Rollen: Eine steuert die Zeit, die zweite ist für das viertelstündliche Läuten und die dritte für das stündliche Anschlagen der großen Hemma-Glocke zuständig.“ Gewichte hängen an jeder Rolle und sorgen dafür, dass die Uhr weitertickt. „Früher musste man die händisch nach oben kurbeln und die Uhr so aufziehen, heute funktioniert das mithilfe von Elektro-Motoren“, sagt Magnet.
Wartungen. Das Alter macht sich aber doch ein bisschen bemerkbar: „Die Uhr läuft pro Minute um etwa vier Sekunden zu langsam, weshalb sie jede Woche nachgestellt werden muss“, sagt Magnet, während sich plötzlich die Rolle links außen laut rasselnd in Bewegung setzt. Zwei Glockenschläge ertönen – halb zwei. Neben den regelmäßigen Wartungen, die neben Magnet auch der Gurker Manfred Themel übernimmt, muss auch die Zeitumstellung händisch bewerkstelligt werden. „Die einfachste Methode ist es, die Uhr so lange anzuhalten, bis die Zeit wieder stimmt, die sie anzeigt“, erklärt Magnet die Prozedur.
Der lange Stundenzeiger. Sozusagen ein Stockwerk über dem Uhrwerk hängen die Glocken des Doms. Während die Hemma-Glocke wie erwähnt zu jeder vollen Stunde schlägt, ist die Glocke „Augustin“ jede Viertelstunde zu hören. Über der Glockenstube ist die Uhr des Doms angebracht. Auffällig ist, dass die Stunden mit dem großen und die Minuten mit dem kleinen Zeiger angezeigt werden. „Früher war es einfach wichtig, dass die Leute schon von weitem sehen konnten, wie spät es ungefähr ist. Die Minuten waren damals noch nicht wichtig, Fahrpläne gab es ja keine“, lacht Magnet. Doch neben den „verkehrten“ Zeigern kann die Uhr am Gurker Dom mit einem weiteren Kuriosum aufwarten: An warmen Tagen läuft die Uhr schneller, da sich das drei Meter lange Pendel der Uhr bei hohen Temperaturen ausdehnt.

wie man Berichte schneidet, für den ORF und auch für Premiere berichtete ich von verschiedenen Sport-Events, wie Fußballspielen oder Schirennen“, sagt Sacherer. Mit dem Schritt in die Selbstständigkeit kamen nach und nach große Aufträge dazu, wie zum Beispiel die ersten internationalen Filmarbeiten im Jahr 2003: „Damals begleitete ich als einziger Kameramann die Beachvolleyball-Welttour“, erzählt der St. Georgener.
Winter dürften übrigens kanadische Exponate dazukommen: Sacherer ist bei den olympischen Spielen in Vancouver als ORF-Kameramann bei den Alpinbewerben am Werk.