Videos zur Wochenmitte (22)

Gleich vorweg: Ich mag Dragonforce. Die Jungs spielen ihre Riffs so schnell wie andere Bands ihre Soli und ungeachtet dessen klingen ihre Lieder stets melodisch. Im Studio zumindest.

Der Vergleich macht aber sicher: Live zählen sie nicht zu den Bands, die man unbedingt gehört haben muss – was der Band auch den Spitznamen „Studioforce“ eingebracht hat. Es mag ja sein, dass man tagelang im Studio an gewissen Passagen feilen kann. Es mag ja sein, dass man einmal einen schlechten Tag erwischt und so klingt, wie eine Band, bestehend aus 14-Jährigen Metalheads, die versuchen, so zu klingen wie die großen Vorbilder. Es mag ja sein, dass man als Gitarrist einmal über die Beine seines Bandkollegen stolpert und auf den Rücken fällt wie ein angetrunkener Maikäfer. Es mag ja sein, dass man als Sänger einmal so klingt, als hätte man eine hartnäckige Kehlkopfentzündung. Es mag ja sein, dass die Tonanlage nicht mehr hergibt. Und es mag ja sein, dass man die Soli live einfach nicht so hinbekommt, weil sie einfach unmöglich zu spielen sind. Doch wenn all das bei einem einzigen Auftritt passiert, dann ist das schon ein mordsmäßiges Armutszeugnis für eine Liveband. Aber trotzdem: Die Studioalben von Dragonforce gehören in jedes gutsortierte Metal-Regal.

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